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Vermieter sind meistens auf die Einkünfte aus der Vermietung angewiesen. Gerade, wenn auf das Mietobjekt eine Finan­zierung läuft oder es als Alters­vor­sorge dient, ist es oft katastrophal, wenn plötzlich die Miete ausbleibt. Gründe dafür können Leerstände sein, aber auch eine Zahlungs­un­fä­higkeit des Mieters oder sogar Mietno­maden. Deshalb erfahren Sie hier, wie Sie sich soweit wie möglich absichern, in dem Sie syste­ma­tisch die Solvenz Ihrer künftigen Mieter prüfen.

Wie viel Miete kann ein Mieter zahlen?

Zunächst einmal stellt sich die Frage: Wieviel sollte Ihr Mieter verdienen? In der Regel sagt man, dass etwa ein Drittel des Haushalts­ein­kommens für Miete ausge­geben werden darf. Ist Ihre Wohnung attraktiv, könnten Mieter in der heutigen Wirtschaftslage versucht sein, mehr auszu­geben. Was aber, wenn irgendwann ein Einkommen wegfällt? Dafür kann es viele Gründe geben. Dann müssen die Mieter kündigen oder sind gar nicht mehr in der Lage, zu zahlen. Deshalb suchen Sie am besten einen Mieter aus, auf den dieses Kriterium zutrifft.

Schrift­liche Selbst­aus­kunft

Aber wie prüfen Sie genau die Bonität? Der erste Schritt dazu ist, den Inter­es­senten eine schrift­liche Selbst­aus­kunft ausfüllen zu lassen. Dabei können Sie prakti­scher­weise auch gleich erfragen, wer genau alles einziehen wird, ob es Haustiere gibt usw. Anders als bei einer bloßen mündlichen Frage haben Sie die Angaben dann schriftlich. Eine sehr gute Infor­mation bekommen Sie außerdem, wenn Sie die Kontakt­daten des bishe­rigen Vermieters erfragen. Ziert sich der Mieter hier mit Angaben, sollten bei Ihnen alle Alarm­si­gnale schrillen. Natürlich kann es auch harmlose Gründe geben – etwa ein hohes Bedürfnis nach Privat­sphäre. Oder aber es gab Probleme mit dem vorhe­rigen Mietver­hältnis. Ein Mietnomade wird Ihnen mit Sicherheit niemals die Kontakt­daten des vorhe­rigen Vermieters geben!

Gehalts­ab­rech­nungen

Des Weiteren sollten Sie sich von Angestellten mindestens drei Gehalts­ab­rech­nungen einsehen. Bei Selbst­stän­digen lohnen sich Konto­auszüge dieser Zeit und eine Einnah­men­über­schuss­rechnung. Auch hier ist Finger­spit­zen­gefühl gefragt, denn sein Vermögen offen­zu­legen, ist doch eine recht private Angele­genheit.

Schufa oder Ähnliches

Letztlich ist es noch wichtig, eine aktuelle Schufa-Auskunft einzu­fordern. Ein weiterer geeig­neter Anbieter ist hier Credit­reform. Aber Achtung: Ein mittleres Rating kann auch oft eine harmlose Erklärung haben, etwa Ärger mit der Telefon­ge­sell­schaft. Passt es ansonsten gut und die Mieter sind Ihnen sympa­thisch, fragen Sie ruhig nach und beobachten Sie genau die Reaktion.