ArtikelbildWie lange läuft ein Makler­vertrag und wie kann ich kündigen?

Wenn Sie mit einem Immobilien­makler zusam­men­ar­beiten, wird ein Makler­vertrag abgeschlossen. Keine Angst vor unerwünschten Kosten: Der Vertrags­ab­schluss hat heute in jedem Falle schriftlich zu erfolgen. Auch wie ein Makler­vertrag auszu­sehen hat, ist im Bürger­lichen Gesetzbuch geregelt. Somit gibt Ihnen der Makler­vertrag eine Sicherheit, egal, ob Sie Ihre Immobilie vermieten oder verkaufen möchten.

Wie lange läuft ein Makler­vertrag?

In der Regel wird ein solcher Auftrag über eine Laufzeit von vier bis sechs Monaten abgeschlossen. Die ist die Zeit, die es oft braucht, bis der Verkauf einer Immobilie vollständig abgewi­ckelt ist. Wie jeden anderen Vertrag auch, können Sie den Makler­vertrag selbst­ver­ständlich innerhalb fester Fristen kündigen.

Wie wird ein Makler­vertrag gekündigt?

Gilt der Makler­vertrag unbefristet, können Sie jederzeit ohne Angabe eines Grundes kündigen. Ansonsten ist eine Kündigung zum Laufzeitende immer möglich, für eine außer­or­dent­liche Kündigung muss es „wichtige Gründe“ geben (§626 BGB). Das ist etwa der Fall, wenn der Makler seinen im Vertrag verein­barten Verpflich­tungen nicht nachkommt. Dann müssen Sie innerhalb von zwei Wochen nach dem Zeitpunkt kündigen, zu dem Sie „von den für die Kündigung maßge­benden Tatsachen” Kenntnis erhalten (§626 Absatz 2 BGB). Und zwar bei einem schrift­lichen Vertrag in der Regel auch schriftlich.

Verträge mit unange­mes­sener Laufzeit sind ungültig!

Knebel­ver­träge, in denen eine unange­messen lange Laufzeit vereinbart wurde, sind sitten­widrig und damit unwirksam – schließlich haben Sie ja während der Laufzeit auch kein ordent­liches Kündi­gungs­recht. Dies sind Vertrags­lauf­zeiten von mehr als sechs bis acht Monaten, je nach Recht­spre­chung – außer es handelt sich um eine Immobilie, die besonders schwer zu vermarkten ist.

Vertrags­auf­hebung in beider­sei­tigem Einver­ständnis

In der Regel können Sie relativ einfach aus einem Makler­vertrag aussteigen, indem Sie einen Aufhe­bungs­vertrag vereinbaren. Denn der Makler hat kein Interesse daran, seine Vermitt­lungs­tä­tigkeit gegen Ihren Willen fortzu­setzen – schließlich sind Sie nicht verpflichtet, zu verkaufen, selbst wenn der Makler den perfekten Käufer präsen­tiert. Ein offenes Gespräch hilft hier oft beiden Seiten mehr als das Beharren auf Paragrafen.